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Was ist das nur für ein Land, in dem ewig Vorgestrige von "Umvolkung" labern und ungestraft von den Gefahren schwadronieren dürfen, die angeblich von anderen Religionen ausgehen als der, die sich früher durch von ihr initiierte Kreuzzüge und zu verantwortende Hexenverbrennungen auszeichnete – und in den letzten Jahren vor allem wegen der sehr speziellen Verbundenheit einiger Geweihter ihres zu unnatürlicher Geschlechtslosigkeit verpflichteten (männlichen) Bodenpersonals zu Kindern aufgefallen ist, in dem immer noch die Regeln eines Kirchenvereins so über die hier geltenden Gesetze stehen, dass widerliche Verbrechen an Kindern nicht bestraft, sondern durch „Versetzungen“ in andere Bereiche geahndet werden, in dem einem ganz offensichtlich Irren trotz seiner Anzeige wegen angeblichen „Eindringens fremder Mächte in seinen Kopf“ die Erlaubnis zum Erwerb scharfer Waffen erteilt wird, in dem jemand von einer sonst durchaus nicht als unseriös wahrgenommenen Anwaltskanzlei abgemahnt wird, der den Bürgermeister seines Heimatortes kurz vor dessen Ausscheiden aus dem Amt als „Lame Duck“ und eine „abgehalfterte Figur in der Verwaltung, die lediglich noch ihre Restlaufzeit absitzt“ zu bezeichnen wagte. Dabei hatte der längst – und zum großen Unverständnis vieler Parteikollegen – selbst verkündet, nach lediglich einer Wahlperiode beim nächsten Mal nicht mehr anzutreten, sondern mit knapp 58 Jahren die rund 6.000 Euro Pension von seinem B3-Gehalt zu genießen, in dem eine so gut wie rund um die Uhr arbeitende Bundeskanzlerin ein Jahres- Einkommen von etwa 420.000 Euro bezieht, während der sogenannte Anchorman des ZDF und "Superstar des Nachrichtenwesens" alleine für diesen Job 600.000 Euro kassiert und der Vorstandschef der Kölner Sparkasse sogar über 950.000 Euro überwiesen bekommt, in dem das Auto das liebste Kind ist, für das dem Geschwindigkeitsrausch verfallene suchtkranke Menschen "Freie Fahrt für Freie Bürger" fordern, in dem Minister so lange ihre Unfähigkeit beweisen dürfen, bis sie über eine halbe Milliarde in den Sand gesetzt haben statt in Autobahnen, Hunderte von Millionen für Gutachter ausgegeben haben und dabei zwischen Kriegsausbildung auf einem Segelschiff und an Drohnen schwanken, und schlimmstenfalls auch dann nicht mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt, sondern nach Brüssel entsorgt werden, in dem pro Jahr mit über acht Milliarden Zwangsabgaben von den Bürgern mehr oder weniger willfährige Sender als Medienbetriebe unterhalten werden, die derart viel Zeit füllen müssen, dass sich an manchen Tagen gleich eine Wiederholung an die nächste reiht, in dem die Parteien die Wahlrechtsreform zur Reduzierung der Abgeordneten des Bundestages rein zufällig so lange verbummelt und derart schlecht beraten haben, dass es vor den Vorbereitungen zur nächsten Bundestagswahl keine Lösung geben wird – zumal einige Parteien mit einem Gang zum Bundesverfassungsgericht die Sache sicher noch einmal verzögern, damit ja die Pfründe noch eine Wahlperiode länger gesichert sind. Dabei hatte genau das Gericht das 2011 reformierte Wahlrecht für verfassungswidrig erklärt und Änderungen verlangt. Das war schon 2012. Mit neun Jahren dauert die Gesetzänderung jetzt schon so lange, dass sie bis zur Umsetzung letzten Endes sogar die Bauzeit des Berliner Pannen-und-Pleiten-Flughafens toppen könnte.  
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