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Von Ursula, auch Röschen oder Flinten-Uschi genannt Ursula ist von Hause aus eigentlich Ärztin, sogar eine mit Doktortitel - auch wenn ihre Dissertation als nicht unumstritten gilt: Weil der Senat der Hochschule trotz 32 festgestellter Plagiate auf 62 Seiten entschied, dass Ursula ihren Titel behalten darf, würde der Europäische Forschungsrat den deutschen "Dr. med." nicht mehr als vollwertigen Doktortitel ansehen, heißt es. Das klingt höchst komisch, ist aber so. Vor zwei Jahrzehnten verlagerte Ursula ihren Schwerpunkt von der Medizin zur Politik und folgte damit ihrem Vater, der ebenfalls Politiker war. Klingt komisch, ist aber so. Ursula hat in ihrer Karriere mehrere Ministerien geleitet. Zuerst das für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit. (Damit war sie Ministerin "für Gedöns" – wie es ein Nachfolger ihres Vaters und späterer Kanzler formulierte.) Auch wenn man bei einer Ärztin für diese Fächer-Kombination den nötigen Sachverstand voraussetzen können sollte, so hat sich doch gezeigt, dass sie davon wenig Ahnung hatte. Klingt komisch, ist aber so. Deshalb wurde ihr im Anschluss das Ministerium für Arbeit und Soziales übertragen. Aber auch davon hatte sie keine Ahnung. Klingt nicht ganz so komisch, ist aber so. Danach schickte man sie an die Front, an die Spitze des Verteidigungsministeriums. Schon wieder zeigte sie sich ahnungslos, wusste sich aber geschickt zu helfen. Klingt gar nicht komisch, ist aber so. Weil Ursula nämlich weiß, dass sie keine Ahnung hat, und es ihr keine Probleme bereitet, fremdes Geld auszugeben, und ihr dabei auch die Gesetze ziemlich egal sind, beauftragte sie ohne vorschriftsmäßige Ausschreibung für viele Millionen Euro Berater. In einer Beraterfirma arbeitete sogar ihr Sohn. Ein Schuft, wer Böses dabei denkt. Gleich zwei Smartphone, auf denen vielleicht Beweise gewesen wären, wurden seltsamerweise rechtzeitig gelöscht, bevor die Daten in einem Untersuchungsausschuss hätten ausgewertet werden können. Klingt extrem komisch, ist aber wieder so. Nachdem ein Segelschulschiff der Marine 2010 für 10 Millionen generalüberholt worden war, wurde nur fünf Jahre später einer Grundinstandsetzung fällig. Die sollte erneut 10 Millionen kosten. Zwei Jahre später akzeptierte Ursula eine Steigerung auf 75 Millionen. Das Schiff ist noch nicht übergeben, aber die Kosten liegen schon bei 135 Millionen. Deutlich mehr als komisch, aber leider ist es so. Weil Ursula mittlerweile in drei Ministerien ihre Ahnungslosigkeit gezeigt hatte und weil keine Ahnung zu haben scheinbar für Höheres qualifiziert, wurde sie nach Brüssel gekungelt – da sogar an die Spitze der Europäischen Kommission. Sie ist also Präsidentin von denen, die keine Ahnung haben. Klingt auch komisch, ist aber so. Und weil der Ursula auch die Gesetze der Europäischen Union egal sind, beauftragte sie jetzt - wieder ohne Ausschreibung - einen weltweit bekannten oder eher sogar berüchtigten Finanzriesen mit der Beratung der EU in Finanzfragen. Das ist die Firma, deren früherer Deutschlandchef sich mit zwei Fliegern lediglich zur "gehobenen Mittelschicht" zählt. Und der so gerne Kanzlerkandidat geworden wäre. Sich ausgerechnet von der Firma beraten zu lassen, das ist so, als würde man einen Wolf bitten, Schafe zu hüten. Klingt auch wieder komisch, ist leider auch wieder so. Jetzt sollten doch alle mal darüber nachdenken, ob wir solche Figuren an den Schalthebeln der Macht haben wollen. Oder ob es deshalb nicht allerhöchste Zeit ist, das nächste Mal vielleicht einfach eine andere Partei wählt. Allerdings auf keinen Fall die braune Truppe, die sich selbst als "Alternative" bezeichnet. Klingt komisch, geht aber nicht anders.
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