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Verkehrs-Rowdy Musiala sollte nicht mit zur WM  Es spielt keine Rolle, wie gut der 23-jährige Jamal Musiala mit dem Fußball umzugehen weiß und ob er als Teilnehmer der deutschen WM-Mannschaft deren Chance positiv verändern kann: Wer mit 194 km/h da fährt, wo nur 120 erlaubt sind, gehört wegen Geisteskrankheit in Behandlung – tunlichst erst nach einem nicht zu kurzen Aufenthalt im Knast wegen erheblicher Verkehrsgefährdung. Dass es in dem Fall zwar einen Sachschaden von rund 200.000 Euro gab, aber lediglich zwei Verletzte – und die zum Glück auch nur relativ leicht – in dem anderen Wagen zu beklagen waren, während seine 16-jährige Schwester Latisha unverletzt blieb, darf sich nicht positiv auswirken. Musiala hat mit seiner irren Raserei nachdrücklich bewiesen, dass ihm jedwede sittliche Reife für die Teilnahme am Straßenverkehr fehlt – zumal für den verantwortungsvollen Umgang mit einem dramatisch übermotorisierten Dienstwagen mit über 900 PS (Neupreis 160.000 Euro). Da hilft auch ein neunmonatiger Führerscheinentzug wenig, und die Geldbuße dürfte der Münchner Starfußballer bei einem geschätzten Vermögen von 20 bis 40 Millionen Euro aus der Westentasche bezahlen. Fast scheint es, als würden sich extreme Verkehrsdelikte gerade bei Fußballern häufen. Gerade erst waren in Köln zwei 22-jährige Ex-Profis des 1. FC Köln wegen eines illegalen Autorennens mit zwei Toten am Ende einmal zu drei Jahren Haft und einmal zu zwei Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Auch in dem Fall bewegten die damals 20-jährigen sich mit mehr als 200 km/h, wo nur 120 km/h erlaubt waren. Besondere Einsicht haben die beiden Verbrecher nicht erkennen lassen. Im Gegenteil: Sie haben ihre Anwälte Revision gegen das Urteil einlegen lassen. Ein Beispiel für einen anderen Fall der offensichtlich schwierigen Kombination von Jugend, Fußball und horrenden Einkommen ist zwar schon ein paar Jährchen her, aber dennoch gut in Erinnerung. Ein damaliger Spieler von Borussia Mönchengladbach fuhr nicht nur längere Zeit ein Auto ohne Führerschein. Das allein machte ihn schon als angebliches Vorbild für die Jugend völlig untauglich. Den negativen Eindruck steigerte er noch, als er ohne Führerschein erwischt worden war, und danach einen gefälschten Führerschein aus den Niederlanden vorlegte. Auch damit fiel er wieder auf. Fast könnte man den Eindruck gewinnen, als würden Autoraser aus der Fußballer-Szene –wenn sie im Rampenlicht stehen - besonders gnädig abgeurteilt. In Wuppertal ist jedenfalls ein 25-jähriger irrer Raser, der nicht aus der Familie der Balltreter stammte und unter Alkoholeinfluss (1,46 Promille) einen Unfall verursacht hatte, bei dem eine Frau starb, wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht ging davon aus, dass der Fahrer den Tod von Menschen in Kauf genommen habe, als er bei seinem hochmotorisierten Auto aus Angabe das Gaspedal durchtrat. Von früheren Fahrten gab es Videos, die zeigten, dass der Kerl schon mal innerorts mit über 150 km/h und auf Landstraßen mit deutlich über 200 km/h bretterte. Grundsätzlich fand der Staatsanwalt eine beachtenswerte Formulierung, als er Raser eine „tickende Zeitbombe“ nannte.
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