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Unterlassene Hilfeleistung der Einnahme-Milliardäre Eine Katastrophe direkt vor der Nase – und der Westdeutsche Rundfunk pennt. Der WDR ist einer der vielen öffentlich-rechtlichen Geldverschwender, die bei allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten mit mehr lästigen und langweiligen als wirklich informierenden Sonder-Labersendungen ihr Programm unterbrechen und angebliche oder auch nur vermeintliche Spezialisten zu Wort kommen lassen. Dann passiert eine Jahrhundertflut so gut wie direkt vor der Haustür, aber im WDR-Fernsehen wird eine Archiv-Konserve des Attentats bei den Olympischen Spielen 1972 in München gezeigt, aus den Radio-Lautsprechern tönt weiterhin die „Popnacht“ aus dem Gemeinschaftsprogramm der ARD. Dabei hatte die Feuerwehr (zum Beispiel in Wuppertal) per Twitter geraten, die Radios einzuschalten. Der Branchendienst DWDL wirft dem Sender „unterlassene Hilfeleistung“ vor: „Sich auf den WDR zu verlassen, kann lebensgefährlich sein“. Noch deutlicher soll es – jedenfalls laut Bild – Meteorologe und MDR-Moderator Jörg Kachelmann ausgedrückt haben: „Sie senden irgendeinen Scheiß und lassen die Leute ersaufen.“ Tom Buhrow heißt der für eine der grandiosesten Medien-Pannen der Geschichte Verantwortliche. Der ist nicht nur Intendant des WDR, sondern derzeit auch amtierender Chef der ARD – und kassiert mit 400.000 Euro pro Jahr für seinen Verwaltungsjob ein Gehalt in ähnlicher Höhe, wie es die Bundeskanzlerin verdient. An zu wenig Personal dürfte es kaum gelegen haben. Als „gemeinnützige Anstalt des öffentlichen Rechts“ ist der Geldverschwender WDR mit 2200 Mitarbeitern der größte Sender in der ARD und nach der BBC (2700 Beschäftigte) die größte Rundfunkanstalt Europas. Nach dem Geschäftsbericht von 2019 kassierte der WDR 1.182.846.000 Euro an Rundfunkgebühren genannten Zwangsabgaben. Dazu kamen noch die Einnahmen aus der Werbung. Zurückhaltende Schätzungen gehen davon aus, dass der Verwaltungskrake mit angeschlossenem Sender in diesem Jahr rund 1,5 Milliarden Euro – eintausendfünfhundert Millionen – zur Verfügung stehen. Man muss wahrlich kein Fan der privaten Sender sein, aber wie spontan bei RTL (übrigens auch in Köln) gearbeitet wird, hat vor wenigen Tagen Peter Kloeppel vorgeführt. Als ein Stromausfall das Licht im Studio erlöschen ließ, nahm der Moderator sein Smartphone als Taschenlampe zur Hand und beleuchtete damit sein Gesicht.
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