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Spahn hat keine Doppelmoral - er hat gar keine  Was für ein idiotischer Vorwurf: Der Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion im Bundestag habe eine Doppelmoral. Anlass für diese Bewertung war der stolze Hinweis des Politikers, sein Mann und er seien Eltern geworden. Kritiker formulieren es deftiger: Das Paar hat sich ein Kind gekauft, indem eine Leihmutter gemietet wurde. Das ist in Amerika, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, kein Problem. Da kann man alles Mögliche mieten, auch den Bauch einer „tragewilligen“ Frau. Nun kann man das Mieten einer Gebäranlage unmoralisch finden. Sollte man jedenfalls dann, wenn man sich als Abgeordneter in der Heimat vehement gegen derartige Praktiken ausgesprochen hat. Und wenn man eine Partei vertritt, die vielleicht nicht in ihrer Gesamtheit, aber zumindest weit überwiegend derartige Leihverhältnisse ablehnt. „Die Kirche ist ein Teil von mir“, hat er mal behauptet. Welcher Teil das sein soll, das hat er nicht verraten. Aber daraus den Vorwurf zu formulieren, Spahn habe eine Doppelmoral ist falsch! Sicher hat er Wasser gepredigt und Wein gesoffen, wenn man das oft überstrapazierte Beispiel gelten lassen will. Nicht grundsätzlich, aber in Sachen Jens Spahn allemal. Dem kann man beim besten Willen keine Doppelmoral vorwerfen. Nach seinen Aktionen während Corona, wo er sich in seiner Zeit als Minister für Gesundheit als unglaublicher Masken-Dealer hervorgetan hat, kann man ihm sicher vorwerfen, dass er - als gelernter Bankkaufmann - Geld in einer bis dahin völlig unvorstellbaren Höhe vergeudet hat. Die Medien berichte, übereinstimmend von horrenden Zahlen. Die Bundesrepublik hatte 2020 während der Amtszeit von Gesundheitsminister Jens Spahn 5,8 Milliarden Schutzmasken für 5,9 Milliarden Euro gekauft. Abgesehen von abenteuerlichen Preisen für einzelne Masken-Chargen blieb ein großer Teil ungenutzt und musste später – ebenfalls kostenpflichtig - entsorgt werden Gegen Jens Spahn sind zahlreiche Strafanzeigen wegen des Verdachts der Vorteilsnahme und Untreue eingegangen. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat das Verfahren im Frühjahr 2026 allerdings eingestellt, da angeblich keine ausreichenden Anhaltspunkte für eine Straftat vorliegen würden. Jetzt formiert sich der Widerstand gegen Spahn sogar in seiner eigenen Partei: Die Schatzmeisterin der Frauen Union fordert seinen Rücktritt, der Vorsitzende der Senioren-Union moniert, dass ein Politiker mit Macht und Geld sich durch Nutzung der Gesetze in den USA über ein hier geltendes Verbot hinwegsetzt, und der Landesvorsitzende der CDU Mecklenburg- Vorpommern fordert seinen Rücktritt. Da muss man die sonderbaren Verbindungen nicht einmal besonders auswalzen zu dem österreichischen Finanz-Luftikus, der inzwischen einsitzt, und die seltsamen Umstände beim Kauf einer denkmalgeschützten Villa in Berlin-Dahlem für 4,125 Millionen Euro. Auch wenn er sich die Aktion wesentlich von einer Sparkasse finanzieren ließ, deren Verwaltungsrat er einmal angehört hatte. Auch so steht endgültig fest, Jens Spahn hat keine Doppelmoral – er hat gar keine!
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