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Eine kleine Polemik Hat der Fußball-Bund Anstand und Maß verloren?  Dass in der Fußballwelt der Menschenhandel fröhliche Urstände feiert, ist nicht neu. Die abenteuerlichen Summen, die beim Verkauf einzelner Spieler zwischen den Vereinen ausgehandelt werden, sind im höchsten Maße unanständig – aber mit viel gutem Willen möglicherweise dann noch nachzuvollziehen, wenn Sportler, die in Saft und Kraft stehen, etwas für derartige Unsummen leisten. Ander sieht die Sache aus, wenn ein Trainer wegen erwiesener Unfähigkeit vor dem planmäßigen Auslaufen seines Vertrags geschasst wird und dafür den Arsch noch mit der unglaublichen Summe von 7 Millionen Euro vergoldet bekommt. Nicht fürs Arbeiten, sondern im Gegenteil: Dafür, dass er nicht mehr arbeitet. 7.000.000 Euro bekommt jemand dann in seinem gesamten Arbeitsleben, wenn er 45 Jahre lang Monat für Monat rund 13.000 Euro erhält – also nie für etwas, was mit Arbeit zu tun hat. Da ist es durchaus verständlich, wenn manche mit den selektiven Opfern nicht zufrieden sind, sondern weiter fordern: Die Mischpoke, die das ausgeschnapselt hat, gehört insgesamt mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt. Aber wer sollte Maßstab sein für von Moral wenigstens noch einigermaßen gedecktes Handeln? Wo und bei wem sollten oder könnten Sportler und Sportfunktionäre sich den Anstand abgucken? Bei Figuren an der Spitze von Wirtschaftsunternehmen, die mit beispiellosen Betrügereien bei den Verbrennermotoren und darüber verschlafenen Entwicklungen in der Entwicklung elektrischer Antriebe die ganze Autobranche ins Abseits stellten und jetzt viele zigtausend Mitarbeiter entlassen müssen? Oder bei solchen Hassadeuren, die ausländische Gifthersteller übernommen haben und jetzt Milliarden an Strafen und Gerichtskosten blechen müssen? Oder sollen sie sich orientieren an Politikern, die sich an der Spitze von Ministerien als Marktführer auf dem Feld der Geldverschwender erwiesen haben - wie der gelernte Realschul- Lehrer mit „kleinem Doktorgrad“, der den Titel „Dr.“ aber nur in den Ländern Bayern und Berlin führen darf -, der als Maut-Verantwortlicher der Staatskasse einen Schaden von 243 Millionen Euro beschert hat. Oder sollten die Sportler und deren Funktionäre sich gar am Meister aller Geldverschwender orientieren, an dem gelernten Bankkaufmann und Masken-Dealer, bei dem der Schaden auf 3,5 Milliarden Euro geschätzt wird. Alle Zahlen werden so von verschiedenen Medien berichtet. Wenn wir die 7 Millionen für den Bundestrainer als „einen Nagelsmann“ nehmen, dann hat die Mautgeschichte uns fast 35 Nagelsmänner gekostet – und die unglaublichen Deals um überflüssige und / oder überteuerte Masken sogar sagenhafte 500 Nagelsmänner. Das sollte – zumindest für lange Zeit – ein kaum noch zu überbietender Rekord sein. Die Grundsicherung mit aktuell 506 Euro im Monat beträgt pro Jahr übrigens weniger als ein Tausendstel Nagelsmann.
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