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Die Verschwendung der Zwangsgelder in neuer Optik Es gibt so gut wie keine andere Meinung darüber, dass es sich bei den ÖR – den Öffentlich-Rechtlichen Sendern – um beispiellose Geldverschwender handelt. Außer von denen natürlich, die sich in diesem Umfeld so bequem eingerichtet haben, dass sie sich permanent an den Bibelspruch erinnert fühlen können: „das Land, wo Milch und Honig fließen“. Das gilt nicht nur für die fest angestellten Mitarbeiter, sondern in weitem Maße auch für die freien oder festen freien. Denen werden – zum Teil horrende – Nebeneinnahmen dadurch ermöglicht, dass viele Sender alle möglichen Aufträge an Fremdfirmen vergeben, obwohl sie durchaus Equipment und Personal hätten, die Produktionen selbst zu organisieren.  Aber sie vergeben sie an ihre „Stars“, die dadurch nicht nur vor den Kameras und Mikrofonen Geld einheimsen, sondern als „Unternehmer“ auch noch im Hintergrund kräftig absahnen. Da wären bei den unglaublichen Summen, mit denen sich die „Insider“ selbst segnen oder von ihren Aufsichtsgremien segnen lassen, durchaus reichlich Möglichkeiten zum Einsparen. Ganz abgesehen davon, dass es keinen vernünftigen Grund gibt, die föderale Struktur mit 16 aufgeblasenen Landesregierungen selbst in den Gebieten nur mehr oder weniger großer Stadtstaaten wie Bremen, Hamburg, Berlin oder Saarbrücken (sprich: Saarland) mit eigenen Sendeanstalten nachzuahmen. Schon gar keinen Grund gibt es für die beiden Voll-Anstalten ARD und ZDF – außer dass auf diese Weise mehr Endlagerplätze für abgehalfterte Politiker in den vielen Gremien zur Verfügung stehen. Statt also darüber zu lamentieren, dass die 8,3 Milliarden Euro Jahresbudget (genauer und besser vorstellbar 8.324 Millionen – Tag für Tag werden da 22,8 Millionen verbraten) unbedingt erhöht werden müssten, sollten sich die Verantwortlichen lieber Gedanken darüber machen, wie gespart werden kann. Solange Geld dafür zum Fenster rausgeworfen wird, dass die ARD es für nötig hielt, eine Sprachwissenschaftlerin einen Leitfaden erstellen zu lassen, der zum Beispiel empfiehlt, nicht mehr vom Einzug eines Rundfunkbeitrags zu sprechen, sondern die abgepressen Zwangsgebühren mit der blumigen Umschreibung von der „Verwaltung des Rundfunkkapitals der Bürger“ zu beschönigen, kann keine echte Geldnot herrschen. Ganz besonders dreist hat gerade das ZDF die Verschwendungssucht vorgeführt: Da wurde zwar die Studiofläche für die Heute-Sendungen von 700 auf 300 Quadratmeter verringert, zugleich aber ein neuer Tisch angeschafft, andere Farben designet und der Sound überarbeitet – was alles sicher nicht ganz billig gewesen ist und mit Sparen nichts zu tun hat. Zumal der Hauptmensch für den Vortrag der Nachrichten immer noch einen höchst überflüssigen Sidekick für ein paar Zeilen zum Sport neben sich hat („Einen schönen guten Abend auch von mir“).
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