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Die Politik zeigt ihr schlechtes Gewissen Unter diese Überschrift kann man das Verhalten der Politik stellen – auch wenn manche sicher einwenden werden, die Politik habe gar kein Gewissen. Dem ist möglicherweise dann nicht zu widersprechen, wenn man von einzelnen Personen ausgeht. Gemeint sind diejenigen, die das nicht erst in der letzten Zeit, also unter den Corona-Bedingungen, trefflich bewiesen haben. Durch deren Verhalten hätten durch eine von allen parteipolitischen Gedanken unabhängigen Justiz sicher einige Jährchen Anwartschaft auf eine Zelle hinter Gittern ausgelobt werden können. Nachdem sich Menschen, denen man bei allem grundsätzlichen Misstrauen gegenüber angeblich seriösen Juristen und vermeintlich verdienten Politikern ausgerechnet in der Pandemiezeit als hemmungslose Absahner und verbrecherische Betrüger erwiesen haben (Stichwort: Masken und Schutzkleidung), wollte die Politik scheinbar ihr extrem ramponiertes Image aufpolieren und auch "normalen" Bürgern eine Teilhabe an der großen Geldausschüttung zukommen lassen. Dazu wurden die Bestimmungen für die Einrichtung von "Testzentren" von geübten Winkeladvokaten so formuliert, dass sich gewaltige Löcher auftaten. Ohne Rücksicht auf das bisherige Wirken, konnte jeder eine solche Genehmigung zum Geldscheffeln erwerben. Egal ob man bisher sein Einkommen als Aufsteller von Spielautomaten gemacht, schon einmal einige Jahre wegen Steuerhinterziehung im Knast gesessen, als hauptberuflicher Messmer dem Pfarrer seine bunten Kleidchen herausgelegt oder erfolgreich einige Pferdchen (wahlweise solche auf Rennbahnen, aber durchaus auch zweibeinige) laufen hatte. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass von der Politik alles getan wurde, den "Testzentren" ungehemmtes Scheffeln zu ermöglichen. Nicht genug damit, dass sie bei den Kassenärztlichen Vereinigungen für jeden Test insgesamt 18 Euro abrechnen durften. Es gab ursprünglich nicht einmal Kontrollen, ob die Zahl der angeblichen und abgerechneten Tests denn überhaupt durchgeführt wurde. Die Rechnung ist einfach: Die Einrichtung eines Testzentrums kostet nach mehreren Berichten "einen mittleren vierstelligen Betrag". Den darf man also mit rund 5.000 Euro ansetzen. Mit einem solchen Einsatz ließen (und lassen sich auch noch) locker 100.000 Euro generieren. Im Monat! Das kann man nicht einmal als Einladung zum Betrug schönreden, das ist mehr, das geht sogar über eine Aufforderung hinaus sehr deutlich in Richtung Nötigung zum Betrug. Und jetzt schreien alle nach stärkeren Kontrollen. Klar, vielleicht sollte noch eine zusätzliche Behörde installiert werden. Noch eine Heerschar höchst überflüssiger Sesselfurzer. Jetzt rächt sich, dass einige Politiker bei den Maskendeals vorgemacht haben, wie sich schnell und ohne Arbeit viel Geld verdienen lässt.
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