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Die Grünen sind nicht reif für die Regierung Wenige Monate vor der nächsten Bundestagswahl, bei der sie nach vielen Umfrage einen dicken Gewinn einfahren werden, passiert das nahezu unfassbare: Die Grünen zeigen, dass sie nicht reif sind zum Regieren. Jedenfalls noch nicht, aber vielleicht ändern sie sich noch. Dass sie dazulernen können, das haben sie ja schon mehrfach bewiesen. Aber jetzt haben sie sich entschuldigt. Nicht nur Annalena Baerbock, die Kanzlerin aller grünen Herzen hatte bei der Angabe der Nebeneinkünfte geschlampt, sondern auch der frühere Parteichef Cem Özdemir musste Tausende Euro nachmelden. Özdemir hatte Sonderzahlungen von knapp über 20.000 Euro in vier Jahren erhalten und verspätet nachgemeldet – bei Baerbock waren es 25.000 Euro in fünf Jahren. Dabei soll es sich – so der gebürtige Schwabe – um Weihnachtsgelder gehandelt haben, die ordnungsgemäß versteuert worden seien. Also pro Person und Jahr rund 5.000 Euro Weihnachtsgeld. Und dafür haben sie sich tatsächlich entschuldigt. Wenn es eines Beweises bedurft hätte, dass die Butterblümchen-und-Bienen- Schutz-truppe noch nicht in den Parteien angekommen ist, dann liegt er nun auf dem Tisch: Liebe Annalena, lieber Cem, für die Annahme derart lächerlicher Weihnachtsgelder entschuldigt man sich nicht! Damit zeigt man nur mangelnde Unverschämtheit, also Untauglichkeit zum Regieren. Werft doch mal einen Blick in die Runde der etablierten Parteien. Da werden für einen einstündigen Vortrag gerne mal 6.000 Euro kassiert. Nicht aus der Tasche eines wohlgesonnenen Gesinnungsgenossen, sondern aus der Kasse einer öffentlich- rechtlichen Einrichtung. Oder denkt an den Bundeskanzler, der die Namen der Parteispender von deutlich über zwei Millionen Mark gegen alle Gesetze für sich behalten und mit ins Grab genommen hat. Drei Jahre lang bekam er zudem persönlich jeweils 600.000 Mark von dem befreundeten Inhaber eines Medienkonzern. Vergesst nicht seinen damaligen Vertrauten, der es trotz eines Spendenkoffers mit 100.000 Mark Schwarzgeld von einem ominösen Waffenhändler auf das zweithöchste Amt in diesem unserem Lande geschafft hat und trotz seiner Vorgeschichte bei der nächsten Wahl mit dann 79 Jahren noch einmal für den Bundestag kandidieren will. Zu denen kommen all die noch übleren Absahner der letzten Wochen und Monate, die sich völlig schamlos an Maßnahmen bereichert haben, mit denen die Pandemie bekämpft werden sollte. Wer eine solche Notlage ausnutzt und Millionen Masken für 1,50 Euro das Stück ein- und für knapp zehn Euro verkauft, der ist zumindest im moralischen Sinne ein Verbrecher. Schaut Euch an, wie die "Angehörigen dieser ehrenwerten Gesellschaft" reagiert hat, als die völlig unglaublichen Vorgänge bekannt wurden! Vor dem Hintergrund entschuldigt Ihr Euch, ordentlich versteuerte Weihnachtsgelder nicht ausdrücklich als zusätzliche Einnahmen deklariert zu haben . . . Da müsst Ihr noch viel lernen, bevor Ihr regierungstauglich seid, richtig in den Berliner Korruptionssumpf passt und das Wohlwollen des stirnrunzeligen Spree- Schiffers findet
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