franzleomai.de Glossen - Infos - Kommentare
Der Bierdeckel-Artist mit eigenem Flug-Park Jetzt hat sie eingegriffen, die zweite vermeintliche Wunderwaffe des Aachener Büttenredners und Kanzlerkandidaten. Der frühere Oberschlapphut Hans-Günter Maaßen hatte die Vorhut gebildet und im Osten schon mal die Öffnung der angeblich christlichen Union nach rechts demonstriert, jetzt prügelt der Ex-BlackRock-Turbokapitalist und extreme Wirtschaftslobbyist nach links auf die Grünen. Allerdings derart primitiv, dass man auf den Gedanken kommen könnte, bei dem Sauerländer würde es sich um einen von der Ökopartei in die CDU eingeschleusten Doppelagenten à la Günter Guillaume handeln. Allerdings hinkt der Vergleich: Der Maulwurf in der Brand-Regierung war ein Täter aus tiefster innerer Überzeugung. Bei dem sauerländischen Angehörigen der „gehobenen Mittelschicht“ (zu der er sich mit Millionenvermögen und eigenem Flug-Park selbst zählt) drängt sich der Eindruck nicht auf. Dessen Priorität lag bislang eher im monetären Bereich zum Nutzen seines Kontostandes. Seine herausragende Tat, die bei Nennung seines Namens so gut wie jedem einfällt, war eine Ankündigung von vor fast 20 Jahren: Er wollte eine dreistufige Einkommensteuer, die so einfach sein sollte, dass sie auf einen Bierdeckel passt. Das von ihm vollgekritzelte Muster liegt inzwischen in einer Vitrine im Bonner Haus der deutschen Geschichte – neben einem Dokument von ähnlicher Qualität: dem WM- Spickzettel von Torwart Jens Lehmann aus 2006, dem Jahr des Sommermärchens. Für Merz‘ Fixierung auf Geld sei nur ein Beispiel beschrieben: Wenn der Sauerland-Trump sich für Migranten ausspricht, dann hat das nichts mit Ethik zu tun, nichts mit christlicher Verantwortung, sondern mit Zuwanderung von möglichst billigen Arbeitskräften, die sich hervorragend zum Lohndrücken eignen und Unternehmergewinne steigern lassen. In Erinnerung an die schwärzeste Zeit der deutschen Geschichte kann sich selbst bei völlig unvoreingenommenen Beobachtern der Eindruck festsetzen, dass derlei Sortieren von Flüchtlingen an den Grenzen auch eine Form von Selektion ist. Wenn nach den peinlichen Auftritten des CDU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet, nach den „Unterstützungen“ durch Hans-Georg Maaßen und Friedrich Merz jetzt auch noch Jens Spahn, Julia Klöckner, Alexander Dobrindt, Andreas Scheuer und Peter Altmeier mit ihren „Fähigkeiten“ in den Wahlkampf eingreifen, dann ist die Wahl so gut wie gelaufen. Jedenfalls für die CDU. Dann dürfte sie sich dem bislang schlechtesten Ergebnis von 1949 annähern. Damals stimmten 31 Prozent für das Duett, das neben den Bestandteilen „demokratisch“ und „sozial“ auch den Begriff „christlich“ im Namen trägt. Der Unterschied zwischen Merz und den Grünen ist ganz leicht zu erkennen. Über die Grünen verbreitet Merz die Lügen – über Merz verbreitet er selbst dummes Zeug. Neben dem Bierdeckel-Flopp gehört dazu ohne jeden Zweifel seine absolut abenteuerliche Behauptung, er gehöre zur „gehobenen Mittelschicht“. Viel primitiver kann man sich Menschen mit durchschnittlichen Einkommen kaum anbiedern,
franzleomai.de Glossen - Infos - Kommentare Inhalt